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Wandern

­In der näheren Umgebung von Hilberath findet man einige ausgewiesene Wander- und Fahrradwege, einen Freizeitpark, eine Sommerrodelbahn und ein Erlebnisbad.
Wandern, Fahrradfahren und Spazierengehen – und danach zur Belohnung in das Café in der alten Scheune.

Außerdem können Sie in Hilberath mit Lamas wandern gehen.

Informationen dazu finden Sie unter folgender Internetadresse:

https://www.hilberather-wanderlamas.de/

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Wanderung durch das Vischeltal

Neben Teilen des Nohn- und Trierbachs, dem Dreis- und Armuthsbach bei Wershofen, dem Denntal bei Ahrbrück und dem Langfigtal bei Altenahr gehört das Vischeltal , ein Seitental der Ahr zwischen Kreuzberg/Ahr und Berg bzw. Freisheim an der Landesgrenze zu NRW, zu den noch fast intakten Tälern des Kreises Ahrweiler im nordwestlichen Landesteil von Rheinland-Pfalz.
Es umfasst im Bereich zwischen Unterkrälingen, Berg, Kalenborn und Kreuzberg neben dem Vischelbach und seinen Nebenbächen einen geschlossenen Waldbesitz mit Eichen der Alters-klasse über 100 Jahre und Buchen über 80 Jahre, verbunden mit mehreren Buchenbeständen über 120 Jahre und einzelnen nicht mehr regelmäßig bewirtschafteten Waldflächen. Von den altholzbewohnenden Vogelarten wurde der Schwarzspecht am häufigsten kartiert, daneben Grünspecht, Grauspecht und Hohltaube (PVB (9), S. 166) . Bis Ende der 60er Jahre waren die Buchen-Altholz-Bestände noch größer (wie z.B. und im ). An ihre Stelle traten FichtenMonokulturen. Im Urbar (Güterverzeichnis) der Reichsabtei Prüm von 893 wird Vischel zum ersten Mal erwähnt. Über 1100 Jahre ist das heutige Freiherr-Holzschuher-von-Harrlachsche Eigentum im Besitz des Adels bzw. von Kurköln („Konrad von Hochstadensche Schenkung") gewesen, wenn man von der Französischen Zeit ab 1794 absieht. Das und die Abgeschiedenheit haben das Gebiet sicher vor seiner Zerstörung bewahrt. Die fast fehlende Besiedlung, die fehlende Industrie und Verkehrserschließung, die Ruhe, der malerische Bach mit seinen kleinen Nebentälchen (Gierenbach, Ürzemich, Eisbach u.a.), die weiten Wälder, die reine und sauerstoffreiche Luft machen „Die Vischel", wie das Tal im Volksmund genannt wird, zu einem Kleinod, zu einem Paradies für Wanderer und Naturfreunde.

Eine Wanderung durchs Vischeltal beginnt man am zweckmäßigsten von Kreuzberg aus, wo unmittelbar neben dem Vischelbach auch der Sahrbach in die Ahr mündet. Man kann natürlich auch von Berg, Hilberath oder Kalenborn aus das Vischeltal hinunterwandern.

Die schönste Jahreszeit ist vielleicht von Mai bis Juni, wenn alles grünt und die vielen Vögel zwitschern. Aber auch der Herbst hat seine Reize.

Man wandert zuerst in Kreuzberg an einer ehemaligen Mühle vorbei, und dann weitet sich das Tal mit ehemals genutzten, jetzt brach liegenden landwirtschaftlichen Flächen. Hier kann man auch rechts zur Ditschhardt und zur Seilbahnstation von Altenahr hinaufwandern. Im Bereich der Siedelhardt rechts des Weges verengt sich das Tal. Der westliche Teil des Vischeler Besitzes ist wegen eines Wildgeheges (vor allem Wildschweine!) eingegattert. Das Gatter grenzt hier an den Vischeler Hauptweg. Hier mündet auch bald zur Linken ein Seifen in das Haupttal.

Von den wenigen Brücken und Brückenfassungen im Vischeltal abgesehen, folgt der Bach seinem natürlichen Lauf an Prall- und Gleithang. Hier kann er auch schon mal über die Ufer treten (im Wiesental weiter nördlich, hier staut er sich auch schon einmal auf), ohne Schaden anzurichten. Die Wasserqualität ist Trinkwasser (Gewässergüte I).

Hainmieren-Erlen-Auenwald bzw. Bruchwald und eine wechselnde Hochstaudenflur begleiten den glasklaren Bach. Das ist die Heimat der Wasseramsel. Auf einer Länge von ca. 5 km wurden jedes Jahr 3 bis 4 Brutpaare nachgewiesen.

Der Vischelbach ist aber auch Laichgewässer der Bachforelle und Äsche.

Blauflügel-Prachtlibelle und Gebänderte Prachtlibelle sind, wie an der Ahr, hier ebenfalls anzutreffen.

Büchs1) führt sogar aus, dass „während der Gemeinschaftsexkursionen der AG rheinischer Coleopterologen (Käferkundler) in den Jahren 1984 und 1985 im Bereich des Vischeltals beispielsweise über 700 verschiedene Käferarten nachgewiesen wurden".

Die Käferfauna des Vischelbachsystems, seiner Talauen und Hangbereiche sei derart bemerkenswert, dass sie allein für die Begründung einer Unterschutzstellung ausreiche.

Unter den nachgewiesenen Käferarten fänden „sich beispielsweise ein Neufund für die BRD, drei Neufunde für das Rheinland (ehemalige Rheinprovinz), 60 Erstfunde für das Einzugsgebiet der Ahr, 50 Arten der ,Roten Liste’, fast 160 Arten, die als Bioindikatoren für intakte Feuchtbiotope, Ufer und Bäche gelten sowie zwei Arten, die im gesamten Rheinland und 16 Arten, die im Ahrbereich seit über 50 Jahren als verschollen bzw. ausgestorben galten."
Quelle: Kreisarchiv Ahrweiler; Autor: Horst Happe
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